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Der neue Besitzer der Kirchner-Kaserne steht fest: Ein Unternehmen von Martin Kurschel blättert elf Millionen Euro hin. Die Kaserne war zuletzt auch mehrmals als Flüchtlingsunterkunft thematisiert worden.

Das Verkaufsverfahren der SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungs-gesmbH) für die Kirchner Kaserne in Graz ist beendet. Die ZI Bauwerk GmbHerhielt mit 11 Millionen Euro als Meistbieter den Zuschlag.

Der Mindestkaufpreis betrug 9,5 Millionen Euro. „Vier Interessenten haben für die Liegenschaft geboten“, erklärt Stephan Weninger, Geschäftsführer der SIVBEG.

Die Kirchner Kaserne war zuletzt auch mehrmals als Flüchtlingsunterkunft thematisiert worden. Die Grundstücksfläche beträgt rund 57.100 Quadratmetern. Im Umfeld der Kaserne befinden sich Wohnblöcke, weitläufige Kleingartensiedlungen, vereinzelt auch Einfamilienhäuser und Gewerbebetriebe.
Die Liegenschaft ist als Bauland – Allgemeines Wohngebiet gewidmet.

Der Käufer

Hinter der ZI-Bauwerk-Gesellschaft steckt laut Firmenkompass Martin Kurschel. Dieser ist als Investor in diverse Immo-Projekte, auch an bekannten Stellen involviert (gewesen): Sei es  am Rosenhügel, dem einstigen "K&K Telegraphenamt" (Börseplatz, beide Wien), der Schillerstraße in Voitsberg oder am Grazer Joanneumring, in der Neutorgasse sowie Parkstraße. Zwei Privatstiftungen und 29 Geschäftsführer-Funktionen (u. a. "Immovate") sind ebenso zum neuen Hausherren des Kasernenareals eingetragen.

Das Areal

Das Kasernenareal ist mit insgesamt 31 Objekten bebaut. Der Bestand aus Stabs-, Mannschafts-, Wirtschafts-, Werkstätten-, Lager- und Garagengebäuden hat eine Nutzfläche von insgesamt rund 20.000 Quadratmetern. Des Weiteren befinden sich ein Sportplatz und zwei Bunker auf dem Kasernengelände. Das Stabsgebäude soll unter Denkmalschutz gestellt werden.

 

Kleine Zeitung, 01.04.2016
Link: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/grazumgebung/4957797/Um-11-Millionen-Euro_Zuschlag-fuer-die-KirchnerKaserne