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In der ehemaligen k.k. Telegrafen Centrale am Börseplatz in der Innenstadt ist bald ein Luxusloft um 40 Millionen Euro zu haben. Die Immobilie gehörte einmal - finanziert von der Kärntner Hypo - dem kroatischen Ex-General Vladimir Zagorec.

„Für die ‚Imperial Loft Collection‘ in der ‚Saal-Etage‘ mit ihren 7,5 Metern Raumhöhe findet sich in Österreich wohl nichts Vergleichbares“, heißt es in einer Pressemitteilung der Eigentümergesellschaft Börseplatz 1 GmbH & Co KG.

„Neben dem Loft Aurora mit 500 Quadratmetern weiß der Börseplatz 1 mit der Imperial Loft Collection mit einer Wohnfläche bis zu 2.000 Quadratmetern (zwei Räume, die zusammengeführt werden können, Anm.) auf nur einer Etage mit einem Kaufpreis von 40 Millionen Euro zu punkten.“ Die Lofts befinden sich dort, wo früher die Kassenhalle des Telegrafenamtes war.

Ein Drittel der Wohnungen verkauft

Insgesamt gibt es im Haus in der Wiener Innenstadt 39 Wohneinheiten, im Erdgeschoß fünf Büros. Bis Mitte 2019 soll alles, auch die Tiefgarage, fertig sein. Mehr als ein Drittel der Wohnungen gingen bisher weg, sagte ein Sprecher zur APA. Käufer sind demnach vor allem Österreicher und Deutsche.

Das Haus, das bis 1996 von der Post genützt wurde, stand zuletzt leer. Im Juni war im Rahmen der Umbauarbeiten der Funkturm am Dach des Gebäudes in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt umgeschnitten und abgebaut worden - mehr dazu in Funkturm fällt für Luxuswohnungen.

Haus Börseplatz 1

Schauplatz von „Alma“-Aufführung

Die Hypo hatte den Zagorec-Kauf samt einer weiteren Immobilie auf der Hohen Warte ursprünglich 2006 finanziert und erhielt 2011 das gesamte eingesetzte Kapital inklusive Zinsen zurück, als sie die Immobilie an die Grazer Immovate Gruppe dem damaligen Vernehmen nach um 44 Mio. Euro verkaufte, schrieb die „Kleine Zeitung“ damals.

Nunmehriger Eigentümer und Entwickler ist die Börseplatz 1 GmbH &Co KG. Mehrheitlich (72,505 Prozent) gehört diese der MR1 Holding GmbH. Diese gehört wiederum zu 90 Prozent Heinrich Blank, der Geschäftsführer der Börseplatz 1 GmbH ist, geht aus dem Firmencompass hervor.

Bekannt wurde das frühere Post- und Telegraphenamt auch als Schauplatz von „Alma – A Show Biz ans Ende“ von Paulus Manker. Die Inszenierung war davor unter anderem im Sanatorium Purkersdorf, in Lissabon, Hollywood, Paris, Prag und Jerusalem zu sehen - mehr dazu in "„Alma“ letztmals im Telegrafenamt(wien.ORF.at; 31.7.2012).

 

ORF.at, 20.10.2018
Link: https://wien.orf.at/news/stories/2942637/